1000 Jahre Geschichte, monumentale Tempel und Cupcakes.

Von Don Det ging es über die Grenze nach Kambodscha. Diese war für unzählige Betrügereien und Abzocken bekannt. Wir hatten jedoch Glück und alles lief reibungslos. Auch ohne das dubiose Angebot eines schick gekleideten vermeintlichen Angestellten der Busfirma, das Visum für die Passagiere zu erledigen. Wir bekamen unsere Stempel und wir konnten zügig nach Stung Treng weiter. Von dort wollten wir, wenn möglich, noch am selben Tag weiter nach Siem Reap zu den weltberühmten Angkortempeln. Wir liefen ein Stück in die Stadt und konnten sofort ein Ticket für die Weiterfahrt kaufen. Nach einer sehr gemütlichen Fahrt fanden wir recht schnell ein schönes Zimmer, so konnten wir uns gut erholt auf die riesige Tempelanlage freuen.

Willkommen
Den ersten Tag unserer Tempelerkundung starteten wir früh, wollten wir doch so viel wie möglich sehen. Wir liehen uns ein klappriges Fahrrad von unserem Guesthouse und strampelten los. Am Eingang kauften wir ein Ticket, welches innerhalb einer Woche drei Tage gültig ist. Ein Eintagesticket wäre hier eine Schande, erstreckt sich die Anlage doch über eine riesige Fläche und gibt es doch hunderte Tempel zu erkunden.

Angkor Wat selbst ist das größte religiöse Gebäude der Welt. Leider, wie man es angesichts dieser riesigen Ausmaße erahnen kann, ist Siem Reap ein Touristenbrennpunkt und die Stätte wird tagtäglich von Tourbusgruppen, Pauschaltouristen und den hier allseits präsenten Rucksackreisenden gestürmt. Unser Ziel war es also, die Tempel möglichst für uns zu haben und die Horden zu umgehen. So machten wir uns zunächst einmal zu den etwas kleineren, unbekannteren Ruinen auf. Nachdem wir doch schon einige Tempel auf unserer Reise gesehen haben, und es hier noch so viel mehr gibt, könnte man meinen, sie würden uns langsam zum Hals raus hängen. Aber ganz im Gegenteil, es ist immer noch spannend und jedes mal neu.
Der einzige Dorn im Auge waren die zahlreichen Souvenir- und Essensverkäufer, die einen ständig mit ihrem: “Hey Mister”oder “Want some cold drink” etc. belästigten…
Zum Schluss des ersten Tages gönnten wir uns eines der Highlights der Anlage, Ta Phrom, oder auch Tomb-Raider-Tempel genannt. Hier wurden einige Szenen aus dem gleichnamigen Film gedreht, da er besonders stark von Bäumen eingewachsen ist und dadurch ein richtiges tief-im-Dschungel-Gefühl auslöst.

Den zweiten Tag machten wir Pause von den Tempeln und gingen in das gut durchdachte, neu wirkende Museum, um ein paar Zusammenhänge herzustellen und die Kultur der alten Khmer besser zu verstehen. Man erfuhr viel über die Religion mit ihrer einzigartigen Mischung aus Hinduismus und Buddhismus, über die einzelnen Gottheiten und die verschiedenen Epochen, vom Aufstieg über die Blütezeit, bis zum Untergang der alten Hochkultur.
Heute war aber auch ein besonderer Tag und wir feierten Mellis Geburtstag in einem einzigartigen Café. Dort lernten einheimische Frauen wunderschöne Cupcakes herzustellen und diese auch gut zu präsentierten und zu verkaufen, um ihnen eine sichere Zukunft zu garantieren. Des Weiteren gab es auch besonders leckere Shakes mit Zutaten wie Oreokeksen oder Marsriegeln.

Zwar waren diese Leckereien sündhaft ungesund, aber auch unwiderstehlich und waren ein mehr als würdiger Ersatz für eine Geburtstagstorte. Auch das Innere des Cafés ist entzückend eingerichtet und ein erfrischender Kontrast zu den simplen Garküchen mit ihrem Plastikstuhlchic. Abends gingen wir mal wieder super lecker indisch essen. Die indische Küche ist eine tolle Abwechslung zu der  südostasiatischen, trotzdem nicht überteuert, wie westliche Lebensmittel.

Zwei weitere Tage blieben uns noch in Siem Reap.

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