Europa

Europa und Türkei (Feb – Juni, 2014)

Auf meiner ersten Rucksackreise 2014 blieb ich noch ganz bodenständig in Europa und verließ den Heimatkontinent nur kurz, auf die asiatische Seite der Türkei. Von Portugal aus ging es über Spanien nach Frankreich und dann mit einem Flug weiter nach Athen. Anschließend begann ein Inselhüpfen quer durch das ägäische Meer, bis in die Türkei. Dann ging es sogar noch weiter bis an die syrische und iranische Grenze und zurück bis Istanbul.

Portugal, Spanien und Frankreich.

Es fällt schwer, knappe 4 Monate hier kurz und bündig zu beschreiben und trotzdem Allem gerecht zu werden. Alles in allem, blieb ich am Anfang der Reise recht lange in ein paar wenigen Großstädten. Somit war es mir möglich, mehr in das Leben der Städte einzutauchen und wirklich jeden Winkel dieser spannenden Metropolen zu erkunden.

Griechenland

In Griechenland besuchte ich fünf Inseln: Paros, Naxos, Santorini, Rhodos und Kos. In Rhodos und Kos wanderte ich kreuz und quer. Auf einen Berg und zu altgriechischen Ausgrabungen. Besonders hier erfüllte sich das Klischee von strahlend weißen Häuschen, blauen Fensterläden, winzigen Balkonen und griechischer Inselidylle. Alte Männer saßen am Hafen und tranken Ouzo. Es roch nach frischem Fisch und Oktopus.

Auf Santorini hingegen ging es mir hauptsächlich um die einzigartige, von einem Vulkan geschaffene Caldera. Insbesondere eine Wanderung entlang der Klippen war einmalig. Auch hier gab es überall weiße Häuschen, doch leider nicht so authentisch, denn die meisten waren Hotels oder Restaurants. Obwohl Santorini eine recht kleine Insel ist, gibt es sicher hunderte von Kirchen, aus Angst vor einem erneuten Ausbruchs des Vulkans. Dieser könnte die ganze Insel, und sogar zahlreiche weitere, umliegende Inseln komplett zerstören.

Rhodos und Kos, letzten Endes, waren alte Kreuzritterfestungen und hatten somit jeweils eine faszinierende Altstadt zu bieten. Außerdem gab es auch ein paar Moscheen, was eine gute Vorbereitung auf das kommende Land, die Türkei, darstellte.

Türkei

Zum Schluss meiner ersten Reise bereiste ich ein Land, was für mich, bis heute, unangefochten das Schönste der Welt ist. Die Türkei vereint für mich alles, was man sich von einem perfekten Reiseland wünscht. Ein für mich wahrlich mysteriöses, unentdecktes Land. Vergisst man einmal die riesigen Hotelbunker an der Küste und den Pauschaltourismus in Istanbul, sowie Kappadokien, trifft man nur selten andere Reisende.

Selbst an Orten an denen es keine großen “Highlight-Attraktionen” gab konnte man doch trotzdem immer etwas faszinierendes entdecken. Man stelle sich nur vor wie man durch eine zentralanatolische Kleinstadt läuft. Hier entdeckt man eine Moschee, da einen Basar voller frischer, unbekannter Lebensmittel mit unbekannten Gerüchen. Orientalische Gewürze und Kräuter, ein türkischer Marktschreier. Wenige Zeit später ruft der Muezzin zum Gebet und alle gläubigen Moslems strömen zur Moschee. Weiter geht es und schon wird man einfach so zu einem starken Schwarztee, mit einem völlig Fremden, eingeladen. Selbst wenn es mit der Verständigung mal nicht so klappt, lächelt der Gegenüber freundlich und ist glücklich, allein durch die Tatsache einen ausländischen Gast zu erfreuen. Denn gastfreundlich sind sie auch noch, die Türken! Ständig wird einem zugerufen und man wird zum Tee oder gleich zum Essen eingeladen.

Auch hat mir selten ein Land so viel Abwechslung versprochen, wie die Türkei. Hier waren die Einflüsse der Araber, Perser, Kurden und natürlich der Türken selbst spürbar. Während man am einen Tag eine gigantische, ottomanische Moschee besichtigt, schlendert man schon zwei Tage später durch einen persisch geprägten Palast. Einmal blickt man auf eine Halbwüste an der syrischen Grenze und ein anderes Mal, ist man von schneebedeckten Drei- und Viertausendern umgeben. Kaum ein Land hat mich je mehr begeistert. Auch die schmackhafte orientalische Küche verdrehte mir den Kopf. Verschiedenste Arten von Fleisch und leckere Süßigkeiten ließen mich sicher nicht verhungern.

Von Bodrum an der ägäischen Küste reiste ich bis ins Landesinnere nach Kappadokien. Dann ging es bis 20 km heran an die syrische Grenze, von wo ich mich langsam entlang der östlichen Grenze bis ans Schwarze Meer fortbewegt habe. Die komplette Route bot eine große Diversität unterschiedlichster Natur und Kultur. Ganz besonders aber sind mir die kurdischen Regionen in Erinnerung geblieben. Ich hoffe auf ein Wiedersehen.