Orientflair in Marokko

Im Herbst 2016 ging es für 3 Wochen nach Marokko. Unser Ziel: den Orientzauber Nordafrikas zu erleben. Bunte Gewürzsouks, das Gassengewirr der Altstädte und hoch aufragende Lehmburgen auf der Straße der Kashbas vor schöner Bergkulisse.

Abseits der typischen Touristenpfade ging es mit dem Geländewagen durch den Hohen Atlas. Wir tranken Tee mit gastfreundlichen Schäfern und wanderten zu kleinen Dörfern. Wir gingen auf Berberaffen-Safari und verloren uns in der Medina von Fes. Günstiges Reisen und die Fülle an überwältigenden Eindrücken überzeugten uns komplett davon, dass Marokko das perfekte Einsteigerland Afrikas ist. Und anders als die oft vorherrschende Meinung, die Marokkaner würden einen nur Abzocken und einem um Geld erleichtern, durften wir viele nette und komplett selbstlose Einheimische kennenlernen.

Unsere Reiseroute für drei Wochen zum Nachreisen:

Von der roten Stadt Marrakesch ins Gebirge und über den Tizi’n’Tischka nach Taroudant

Unsere ersten Tage verbrachten wir klassisch in der bekanntesten Stadt Marokkos, in Marrakesch. Nach der drückenden Hitze und vielen Souvenirverkäufern, Schleppern und Neppern, wollten wir uns in den Bergen, in der Nähe von Imlil etwas abkühlen. Nach ausgiebigen Wanderungen, ging es weiter Richtung Süden, vorbei an der Tin Mal Moschee, ins schöne Taroudant. Hier konnte man den marokkanischen Alltag erleben, ohne Tourbusgruppen.

Weiter über die Steinwüste von Tafraoute bis an die Atlantikküste bei Sidi Ifni und wieder zurück nach Marrakesch

In Tafraoute fühlten wir uns wie auf einem anderen Planeten. Wir bestaunten die seltsamen Felsformationen und die surrealen, blauen Felsen und erkundeten verlassene Berberdörfer. In Sidi Ifni herrschte Urlaubsstimmung. Ein spanisches Kolonialstädtchen mit Surfervibe.

Die blauen Felsen bei Tafraout in Marokko.

Mit dem Mietwagen erneut über den Hohen Atlas, vorbei an Ait Ben Haddou und entlang der Straße der Kashbas in die Dades- und Todhra-Schlucht

Mit unserem gemieteten Geländewagen began eine neue Reise. Unabhängig von Bussen konnten wir überall da anhalten, wo wir wollten und auch Umwege machen, um ja kein Highlight zu verpassen. Ein besonders schöner Ort war Telouet, nur unweit entfernt vom großen Ait Ben Haddou. Darauf besichtigten wir noch ein paar Kashbas auf dem Weg durch die Dades- und Todhra-Schlucht. Ein außergewöhnliches Erlebnis war die unbefestigte Straße, die die Schluchten verbindet.

Durch den Ifrane Nationalpark, in die heilige Stadt Moulay Idriss und mit Umweg über Chefchaouen nach Fes

Nach einer kleinen Safari durch den Nationalpark, in dem wir süße Berberaffen beobachteten, ging es nach Moulay Idriss. Für Marokkaner ersetzt dieser Ort zum Teil sogar die Pilgerfahrt nach Mekka. Die nahegelegenen römischen Ausgrabungen von Volubilis empfanden wir ebenfalls als sehr sehenswert.

Anschließend unternahmen wir noch einen Abstecher in den Norden Marokkos, genauer gesagt in die blaue Stadt Chefchaouen. Dieser Ort ist der wohl Fotogenste Marokkos. Die komplett blaue Medina lädt zu unzähligen Spaziergängen ein. Den Abschluss unserer Reise bildete Fes. Die älteste Stadt Marokkos. Hier schien die Zeit stehen geblieben zu sein. Esel transportieren Güter durch die schmalen Straßen und der Souk ist das wirtschaftliche Zentrum der Altstadt.

Zum Weiterschmökern hier noch ein paar Empfehlungen: