Busse, Höhlen und Krüge…

Wir erwarteten eine Höllenfahrt im Lokalbus von Nong Khiaw nach Sam Neua, jedoch verlief alles besser als gedacht. Wir fanden etwas Schlaf und kamen mehr oder weniger erhohlt an. Und so weit haben wir es schon geschaft: Bis nach Sam Neua oder besser gesagt, in das kleine Dörfchen nebenan, Vieng Xai.

So weit sind wir schon gekommen, bis in den Norden von Laos (die Rote Linie ist die Busfahrt nach Sam Neua). Ab nun geht es immer weiter gen Süden, Richtung kambodschanische Grenze.

 Alles etwas umständlich

Beim Aussteigen aus dem Bus kamen wir mit den drei anderen Touristen ins Gespräch. Wie sich heraus stellte waren es sogar Deutsche. In Sam Neua nahmen wir gemeinsam ein Taxi zur nächsten Busstation, auf der anderen Seite der Stadt. Von dort fuhren wir mit einem weiteren Bus nach Vieng Xai. Dort fanden wir einen sehr schönen Bungalow für die Nacht, welcher direkt gegenüber des “Cave office” lag. Denn wegen der Höhlen waren wir ja hier. Alte Verstecke der kommunistischen Gruppierung, welche hier vor den Bomben der Amerikaner, während des Krieges zwischen 1964 und 1973, Schutz suchten. Normalerweise könnte man sich Fahrräder leihen, um von einer Höhle zur Nächsten zu kommen, da die vier Höhlen etwas verstreut liegen. Leider waren diese aber kaputt und wir mussten uns einen Roller mieten, um dem erforderlichen Guide folgen zu können.

Unglücklicherweise waren die Motorräder in einem furchtbaren Zustand. Wir hatten noch Glück und nur die Anzeige für Geschwindigkeit und den  gewählten Gang funktionierte nicht. Unsere Reisebekannschaft, die drei Deutschen, bekamen ein Rad bei dem die Bremse nicht funktionierte und der Benzinschlauch schon beim Losfahren abfiel. Zu allem Überfluss war auch noch der Tank leer.

Ich tat mir zwar furchtbar schwer zu schalten, da es das erste Mal mit einem Halb-Automaten war, aber wir erreichten die 4 Höhlen. Die ersten Zwei waren Unterkunft und Kommandozentrale zweier wichtiger Anführer der laotisch-kommunistischen Bewegung. Diese waren sehr klein und wenig spektakulär. Die Dritte, eine Art Lazarett, war schon etwas größer und interessanter. Das Beste kam aber zum Schluss, die militärisch genutzte Höhle. Auch hier gab es zwar fast nichts an Einrichtung oder Ähnlichem zu sehen, ebenso wurden die Flak-Geschütze demoniert. Jedoch war sie sehr groß und es gab Einiges zu erkunden.

Leider war der Guide etwas unnötig, aber ja vorgeschrieben. Er tat nicht viel mehr als voraus zu laufen, uns zu warnen, wenn man sich den Kopf anstoßen kann und uns zu sagen, welche Nummer des Audioguides wir abspielen sollten. Zumindest ein paar aufschlussreiche Fakten lieferte er uns trotzdem. Man lernte etwas über den “Secret war” und es weckte das Interesse nach mehr.

Abends wollten wir gerade nach einem netten Restaurant suchen, doch wir kamen nicht mal vom Grundstück. Unser Guesthousebesitzer lud uns nämlich zu sich und ein paar Freunden ein. Sie grillten im Hof Fisch und aßen Reis. Es war unterhaltsam mit Einheimischen zu essen und der Fisch war super lecker.

 

Enspannung und eine schöne Rollertour

Weiter ging es am nächsten Tag, schon in der Früh um 7, mit einem im Voraus arrangierten Taxi. Wir und die anderen drei Deutschen machten uns errneut auf zum Busbahnhof nach Sam Neua, um dort einen Bus nach Phonsavan zu erwischen. Die Fahrt war überraschend angenehm und wir fanden dort ein schönes Guesthouse, mit von Anfang an sympatischem Besitzer. In Phonsavan wollten wir zu den “Plain of jars” oder auf deutsch, weit weniger beeindruckend klingend, Ebene der Tonkrüge.

Die ersten zwei Tage unternommen wir jedoch fast nichts, da wir einfach mal ausspannen wollten und es noch dazu am zweiten Tag regnete. Am dritten Tag aber nahmen wir einen Roller, um zunächst zu heißen Quellen an einem Fluss zu fahren. Anschließend wollten wir zu einem Wasserfall, den wir niemals fanden, dafür aber einen super Spaziergang hatten, mit einem tollen Blick. Zum Schluss natürlich zu der größten Fundstätte der Krüge. Diese erreichten wir bei einer tollen Lichtstimmung und sahen sogar den Sonnenuntergang von einem Hügel der archäologische Stätte. Des Weiteren gab es auch noch eine tolle Höhle, welche eher einer großen Kammer glich.

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