Iran

Alles hat ein Ende

Etwas traurig machte ich mich von Tabriz in die Grenzstadt Jolfa auf. Langsam hieß es Abschied nehmen vom Iran. Nach sechs Wochen fiel mir dies besonders schwer. Nach und nach hatte ich mich wirklich eingelebt. Die verschleierten Frauen auf der Straße waren ganz normal geworden und den Ruf zum Gebet, der von den Minaretten widerhallte, hörte ich schon gar nicht …

Hilfe ohne zu fragen

Dies ist ganz normal im Iran. Als ich eigentlich schon dabei war, Tabriz zu verlassen und im Stadtbus Richtung Stadtrand fuhr, gab mir ein völlig fremder, älterer Herr seine Kontaktdaten und lud mich für meinen eventuellen, nächsten Besuch in sein Haus ein. Er konnte zwar kaum Englisch, war aber sichtlich erfreut von dem Gedanken, einen Touristen zu beherbergen. Dass die …

Per Anhalter in die Antike.

Wenn man an den Iran denkt, kommt einem meist als Erstes der Islam in den Sinn, große, blau geflieste Moscheen, grimmig blickende Mullahs und verschleierte Frauen. Das heutige Bild des modernen Irans. Der Grund, wieso ich in den Iran wollte, war das Perserreich. Diese antike Hochkultur. Braun gebrannte, gigantische Lehmstädte, riesige  Tempelanlagen und eine Religion, weit älter und mystischer, als …

Erholung im Wald

Der Norden und insbesondere die Küstenregion am kaspischen Meer zählen zum Traum eines jeden Iraners. Hier gibt es das, was man in 95% des Landes vergeblich sucht. Nein. Keinen Alkohol oder Schweinefleisch.  Auch keine unverschleierten Frauen in  Miniröcken. Viel simpler als das. Es gibt Wasser. Viel Wasser. Es gibt das Meer, und auch wenn es nicht zu den saubersten Gewässern …

Teil 2: Von Gastfreundschaft und mystischer Landschaft

Als wir in dem kleinen Dorf nahe der Assassinenfestung aufwachten, wussten wir noch nicht, was uns die nächsten Tage alles erwarten würde. Thomas und ich sollten gehörig überrascht werden, im positiven Sinne. Aber ich erzähle besser von Anfang an… Wir verließen das Dorf recht früh, um eine Mitfahrgelegenheit in Richtung Berge zu bekommen. Über das Alborzgebirge wollten wir bis ans …

Teil 1: Von Gastfreundschaft und mystischer Landschaft

Wo soll ich nur anfangen? In den Tagen nach meinem Aufenthalt ist so viel passiert, es scheint wie ein Traum und eine Reise für sich. Selten war das Abenteuer größer, die Gastfreundschaft herrlicher und neue Bekanntschaften intensiver. Alles fing damit an, dass ich verunsichert war. Ich war etwas nervös, ob ich in Qazvin so ohne Weiteres eine Unterkunft finden würde. …

From Teheran with love.

Es gibt immer einen schmalen Grad zwischen der Tatsache seinen Lebensunterhalt erfolgreich zu bestreiten und bloßer, gieriger Geldmacherei. In Südostasien war das oft ein Stimmungskiller. Geschäftssüchtige Hostelbesitzer und Taxifahrer, die einem ins Gesicht lügen oder bedrängen, eine Tour zu buchen, sind einfach nicht schön. Klar weiß ich, dass die Leute auch nur Geld verdienen und ihre Familie ernähren wollen. Auch habe …