Die perfekte zweiwöchige Reiseroute durch den Iran

Yazd im Iran sollte auf keiner Route durch den Iran fehlen.

Eure erste Reise in den Iran steht bevor? Ihr seid mitten in der Planung und habt zwei Wochen Zeit? Dann findet ihr hier die perfekte zweiwöchige Reiseroute durch den Iran! Diese Route führt euch zu allen großen Highlights im Iran. Sie deckt die bekanntesten Sehenswürdigkeiten ab, wie Persepolis in der Nähe von Shiraz und die gigantischen Moscheen von Esfahan . Außerdem werdet ihr eine Nacht in der Wüste verbringen und durch Sanddünen spazieren. Meiner Meinung nach sollte solch eine Reise aber nicht stressig sein und genug Raum bleiben, um etwas abseits der Pfade zu reisen und alles in Ruhe aufzunehmen. Hier also nun mein Vorschlag für eure Reiseroute durch den Iran.

Wie ihr seht, ergibt meine Route nur ein Programm für 12 Tage. Ich habe absichtlich etwas Freiraum für An- und Abreise gelassen. Auch der Transport zwischen den Orten kann etwas dauern und ermüdend sein, sodass ihr evtl einen Tag mehr braucht, je nachdem wie strapazierfähig ihr seid und wie früh ihr aufstehen wollt. Am Ende findet ihr aber auch Vorschläge um die Route zu ergänzen oder zu erweitern.

 

Ankunft in Teheran – 2 Tage

Solltet ihr von Deutschland oder einem anderen europäischen Land aus in den Iran fliegen, werdet ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit eure Reise in Teheran starten. Je nach Interesse könnt ihr den Aufenthalt hier stark verlängern oder verkürzen.

Am ersten Tag könnt ihr gemütlich damit starten, den großen Basar von Teheran zu besichtigen. Hier findet ihr allerlei moderne wie auch traditionelle Waren. Zwar gibt es ältere und orientalischere Basare im Iran, als den in Teheran, aber kaum geschäftigere und belebtere. Ihr findet hier wirklich Alles, von gefälschten Markenlabels am laufenden Meter bis hin zu Damenunterwäsche. Eine für Touristen besonders interessante Ecke des Basars ist wohl die Teppichabteilung. Da der Basar eine eigene kleine Stadt mit Hotels und Restaurants ist, ist er auch der perfekte Ort für ein kleines Mittagessen.

Der Azadi Tower in Teheran im Iran.

In der Nähe des Basars findet ihr auch diverse sehr spannende Museen und den berühmten Golestanpalast. All diese Sehenswürdigkeiten sind untereinander gut zu Fuß erreichbar.

Sollte euer Hauptaugenmerk auf den klassischen Sehenswürdigkeiten liegen, sprich das alte Persien mit großen Moscheen und alten Städten, werdet ihr in Teheran nur schwer glücklich. Wollt ihr aber die moderne Seite des Iran etwas mehr erkunden, empfehle ich euch an eurem zweiten Tag, die nördlichen Viertel etwas genauer zu erkunden. Hier ist es wesentlich kühler und luftiger. Dort lebt die Oberschicht von Teheran und alles ist moderner, mit großen Einkaufszentren und schicken Cafés. Startet am besten an der Metrostation “Tajrish” im gleichnamigen Stadtviertel Tajrish.

Teppichhändler auf dem großen Basar in Teheran im Iran.
Teppichhändler auf dem großen Basar in Teheran

Ganz in der Nähe der Metrostation findet ihr einen sehenswerten, kleinen Basar und eine große, bezaubernde Moschee. Zu Fuß könnt ihr euch das “Museum of Fine Arts”, das “Cinema Museum” und die tolle Parkanlage um den Sa’ad Abad Komplex anschauen. In diesem Komplex findet ihr zahlreiche alte Paläste und große Pavillons, die auch heute noch schön anzusehen sind.

Lust auf mehr? Seid ihr noch mehr an moderner Architektur und der Hauptstadt des Irans interessiert? Dann schaut auch hier auf dem schweizer Reiseblog Travelita vorbei: “Salam Teheran” Dort findet ihr noch viel Inspiration, um euren Aufenthalt in Teheran zu verlängern und unvergesslich zu machen.

Unterkunftsempfehlung:

Das Seven Hostel ist eines der wenigen Hostels in Teheran und auch eines der wenigen im Iran. Damals habe ich mein Visum in Teheran verlängert und die freundlichen Besitzer Jalil und Adele hätten mich nicht freundlicher empfangen und mir helfen können. Es ist leicht mit einem der Metro-Busse erreichbar und ein Bett im Schlafsaal mit Frühstück kostete damals 10 Dollar. Außerdem ist das Hostel der ideale Ort, um andere Reisende kennenzulernen und gemeinsam die Stadt zu erkunden.

Der erste Kontakt mit dem Zauber aus 1001er Nacht in Kashan – 1 Tag

Kaum mehr als zwei Fahrstunde südlich von Teheran liegt die Wüstenstadt Kashan. Es könnte keinen bessern Ort geben, an dem ihr das erste Mal mit dem klassischen Persien in Kontakt kommt. Kashan besitzt eine wunderschöne Altstadt, die groß genug ist, dass ihr euch nicht langweilt, aber klein genug, dass alles übersichtlich bleibt. Ihr könnt in traditionellen Gebäuden mitten in der Altstadt übernachten.

Kashan ist das zweite Ziel auf meiner Reisroute durch den Iran.
Eine der wunderschönen Moscheen in Kashan

Nach einem typisch iranischen Frühstück mit frischem Brot, Käse, Tomaten, Oliven, Gurke und Schwarztee könnt ihr euch aufmachen, die Stadt zu erkunden. Es gibt viele alte Gebäude, wie zum Beispiel einen Hamam, den ihr besichtigen könnt und von dessen Dach ihr einen tollen Blick über die Altstadt habt. Mir hat es unglaublich gut gefallen, einfach durch die Gassen zu schlendern und hinter jeder Ecke etwas Neues zu entdecken. Da viele Touristen Kashan überspringen, um sich gleich den großen Highlights, wie Esfahan, zu widmen, trefft ihr in Kashan auf verhältnismäßig wenig andere Reisende und ihr habt das Gefühl, die Stadt für euch zu haben.

Die wunderschöne arcjitektur in Kashan im Iran.
Eines der sehr feinen historischen Häuser…

 

Unterkunftsempfehlung:

Das Noghli Hotel bietet günstige, private Zimmer und einen Schlafsaal zu einem fairen Preis. Das Frühstück ist hier sehr ausgiebig und der Innenhof eignet sich ideal zum Ausspannen.

Ein Abenteuer in den Bergen, das uralte Dorf Abyaneh – 1 Tag

Habt ihr Lust auf ein kleines Abenteuer? Habt ihr Lust auf wunderschöne Landschaft und ein uraltes mystisches Dorf? Dann ist Abyaneh der richtige Ort für euch. Heute geht es etwas abseits der typischen Hauptroute. Iraner besuchen das Dorf gerne und nur ein paar ausländische Reisegruppen machen hier Halt, deshalb ist es eine gute Idee, hier eine Nacht zu verbringen. Am Morgen und ab dem späten Nachmittag seid ihr vermutlich die einzigen Touristen in dem Dorf. Die Einwohner sind immer noch Zoroastrier, was man an den weißen, geblümten Kopftüchern der Frauen gut erkennen kann.

Zwei Zoroastrerinnen im uralten Dorf Abyaneh im Iran.
Zwei Frauen in Abyaneh mit den typischen Kopftüchern.

Das wunderschöne rote Bergdorf liegt malerisch an einem Hang und versteckt in einem Tal. Es gibt mehrere Moscheen und einen zoroastrischen Tempel. Durch die verworrenen Gassen zu laufen, ist spannend und ihr fühlt euch in der Zeit zurück versetzt. Sehr zu empfehlen ist ein Spaziergang durch die Felder am Fuß des Dorfes zu der gegenüberliegenden, alten Festung. Die Burg selbst ist nicht sonderlich sehenswert, da sie stark verfallen ist, aber der Blick von hier über das Dorf und die umliegende Landschaft ist atemberaubend.

Die Anreise gestaltet sich leider etwas schwieriger als bei den anderen Zielen. Ihr könnt es entweder komplett per Anhalter versuchen, oder wesentlich einfacher aber immer noch schwierig, ihr nehmt einen Bus bis Natanz. Eventuell könnt ihr sogar direkt an der Kreuzung in das Seitental aussteigen. Von hier könnt ihr es weiter per Anhalter versuchen oder ihr handelt in Natanz die Fahrt in einem Taxi aus.

Das Dorf Abyaneh von der gegenüberliegenden Seite des Hangs.
Das Dorf Abyaneh von der gegenüberliegenden Seite des Hangs.

Unterkunftsempfehlung:

Obwohl ich euch rate, unbedingt eine Nacht in Abyaneh zu bleiben, steht es leider eher schlecht um Unterkünfte. Das Hotel Abyaneh am Ortseingang ist teuer, aber wohl eine der wenigen Möglichkeiten. Selbst übernachtete ich bei einem Mann, der ein paar Zimmer mitten im Ort vermietete, leider waren diese sehr dreckig und er sprach keinerlei Englisch, er wirkte etwas dubios. Solltet ihr eine gute Empfehlung haben, schreibt es bitte in die Kommentare!

Die Perle des Irans, Esfahan – mindestens 2 Tage

All eure Vorstellungen des Irans werden hier vollends befriedigt. Gigantische, fliesenbesetzte Moscheen, reich verzierte Eingangsportale, ein wunderschöner Basar mit Handwerkskunst, Paläste, duftende Gärten mit erfrischenden Brunnen und die berühmten, steinernen Bogenbrücken. Esfahan ist die Verkörperung des Orients. Es gibt kaum eine Stadt, die das Klischeebild des Irans besser trifft.

An eurem ersten Tag startet ihr am besten auf dem zweitgrößten Platz der Welt, dem Naqsch-e Dschahan. Von hier könnt ihr alles gut zu Fuß erreichen und euch einen Überblick über die Stadt verschaffen. Rund um den Platz liegen mehrere Moscheen und der Basar, auch diverse Museen und Parks warten auf euch.

Ihr solltet mindestens zwei Tage dort verbringen. Sehenswert sind außerdem das armenische Viertel Jolfa auf der anderen Seite des Flusses mit wunderschönen Kirchen, sowie die etwas außerhalb liegenden Taubenhäuser und der zoroastrische Turm des Schweigens. Es gibt außerdem noch eine Seilbahn, die auf einen tollen Aussichtsberg fährt, dafür müsst ihr aber einen halben Tag einplanen. Anbei einige Bilder die euch Lust auf mehr machen sollen:

Eine wunderschöne blaue Moschee auf dem Naqsch-e Dschahan dem zweitgrößten Platz der Welt.
Die Shah Moschee in Esfahan.
Die Top Ten im Iran. Hier seht ihr die wunderschöne Shah Moschee in Esfahan
Die Schah Moschee in Esfahan.
Eine der alten Brücken in Esfahan.

Wunderschöne blaue Fließen an einer Moschee in Esfahan im Iran.

Der Feuertempel in Esfahan etwas außerhalb der Stadt.
Der Feuertempel in Esfahan.

Unterkunftsempfehlung:

Damals schienen sich fast alle Reisenden im Amir Kabir Hotel zu treffen, hier gibt es günstige Schlafsäle, englisch sprechendes Personal und ein kleines Frühstück für die üblichen 10 Dollar. Mittlerweile sollte es auch ein Sevenhostel geben.

Die Sanddünen der Wüste zum greifen nah, Mesr – 2 Tage

Falls ihr Lust auf Wüste habt, seid ihr hier richtig. Mesr ist mein Top Tipp für Wüstenfeeling pur. Ihr findet hier ein tolles Gasthaus, direkt neben den großen Sanddünen. Ohne eine Tour zu buchen, könnt ihr einfach so in die Dünen schlendern und den Sonnenaufgang sowie den Sonnenuntergang beobachten. Auch das kleine Dorf selbst mit den grünen Feldern und den vielen Kamelen ist einen Spaziergang wert. Von hier könnt ihr auch Touren buchen, für Kamelritte, Geländewagentouren und eine Wanderung zu einem Salzsee.

Die Dünen nahe des Ortes Mesr im Iran
Die wunderschönen Sanddünen direkt am Ort Mesr gelegen.

Leider ist die Anreise etwas lang und unbequem, weswegen ich euch empfehle, zwei Nächte dort zu verbringen. Die Wüste ist der ideale Ort, um auch mal zu entspannen. Natürlich nicht im Sommer, da es dann viel zu heiß ist und das Gasthaus sowieso geschlossen hat. Täglich fährt ein Bus von Esfahan nach Khoor. Dieser ist aber kein bequemer VIP Reisebus, wie ihr sie im Rest des Irans auf großen Strecken findet, sondern eine uralte Blechschleuder. Die Fahrt dauert ca. sechs Stunden. Von Khoor aus, könnt ihr ein Taxi das letzte Stück zum Guesthouse nehmen. Weiter geht eure Route dann mit einem Bus von Khoor nach Yazd.

Das im Lonely Planet oft erwähnte Garmeh hingegen, liegt nicht direkt an Sanddünen und oft werden Touristen auf einer relativ teuren Tour von Dort nach Mesr gefahren, um die Dünen zu sehen. Wer nach Garmeh möchte, dem muss bewusst sein, dass es nur eine Oase in einer Steinwüste ist, keine Sandwüste. Viele Reisende sind auch davon begeistert, ich möchte euch nur den Unterschied aufzeigen.

Wenn ihr noch mehr Inspiration braucht, findet ihr bei Thomas Flensted wunderschöne Bilder einer längeren Wüstentour im Iran.

Unterkunftsempfehlung

Ich übernachtete in der Bandaras Lodge in Mesr. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es noch ein zweites Gasthaus. Welches nun das bessere ist, weiß ich nicht. Ich war mit meiner Wahl sehr zufrieden, auch wenn der Besitzer etwas wortkarg ist.

Das abendessen in der Barandaz Lodge in Mesr im Iran.
Opulentes Festmahl in der Wüste im Gasthaus in Mesr, Iran.

Geschichten von Aladin und Scheherazade, Yazd – mindestens zwei Tage

Yazd war eines meiner persönlichen Highlights. Die Wüstenstadt besteht komplett aus Lehmhäusern. Das Labyrinth aus engen Gassen ist riesig und ihr könnt stundenlang durch die Stadt wandern. Die wunderschöne Freitagsmoschee zählt zu den schönsten Moscheen im Iran. Eine Besonderheit der Stadt sind die Windtürme, genannt “Bādgir. Sie fangen den Wind ein und leiten ihn in das Innere des Hauses. Denn Yazd liegt mitten in der Wüste und es kann ganz schön heiß werden. Versucht früh aufzustehen und unternehmt einen Spaziergang, bis es euch zu heiß wird. Mittags, wenn es zu heiß ist, macht ihr, wie die Iraner, eine Siesta und dann kann es Nachmittags wieder losgehen. Ihr solltet euch an eurem ersten Tag wirklich genug Zeit nehmen, alles in Ruhe zu erkunden. Den zoroastrischen Tempel solltet ihr auch nicht verpassen!

Über den Dächern von Yazd. Reiseroute für den Iran
Die Skyline von Yazd.

Am zweiten Tag geht es weiter mit der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten außerhalb von Yazd. Ihr könnt mit einem Taxi zu zoroastrischen Heiligtümern fahren. Eine klassische Tour ist Meybod, Chak Chak und Karanaq. Selbst habe ich nur Karanaq besucht, da mir von den anderen beiden Orten abgeraten wurde, aber macht euch selbst ein Bild! Karanaq jedenfalls ist ein verlassenes Dorf. Eine Geisterstadt im Iran. Alle Häuser stehen leer und ihr könnt einfach so in alle Wohnungen spazieren und ganz allein durch die Gassen laufen. Sehr empfehlenswert! Außerdem solltet ihr mit dem Taxi zu den Türmen des Schweigens fahren. Zwei alte zoroastrische Grabstätten etwas außerhalb.

Reiseroute für den Iran. die türme des Schweigens in Yazd.
Türme des Schweigens in Yazd.
Karanaq sollte nicht auf eurer Reiseroute durch den Iran fehlen.
Karanaq, das verlassene Dorf.

Unterkunftsempfehlung:

Das Oasis Hostel ist zwar kein Geheimtipp, aber es ist auch einfach unglaublich gut. Sehr freundliches Personal, ein wunderschönes Gebäude mit noch schönerer Dachterrasse und dazu sehr gute Preise! Ein wirkliches Highlight ist das Frühstück mit direktem Blick auf die Freitagsmoschee.

Der krönende Abschluss, Shiraz – 2 Tage

Fast jeder, der einmal in den Iran reisen möchte, spricht von Persepolis. Diese Perle des Orients werdet ihr an einem eurer zwei letzten Tage besuchen. Die gigantische, archäologische Stätte darf man einfach nicht verpassen.

Persepolis ist berühmt für seine feinen Felsgravuren.
Persepolis in der Nähe von Shiraz darf auf keiner Route durch den Iran fehlen!

Ich empfehle euch an eurem ersten Tag, euch den Sehenswürdigkeiten in der Stadt zu widmen und davon gibt es mehr als genug. Ein wunderschöner Basar, die wohl berühmteste Moschee des Irans mit ihren bunten Glasfenstern, einen riesigen heiligen Schrein und vieles mehr! Außerdem gibt euch der erste Tag die Möglichkeit, ein Transportmittel nach Persepolis zu organisieren. Am günstigsten und flexibelsten seid ihr mit einem Taxi für vier Personen. Mein Tipp: Fahrt erst spät nachmittags los. So entgeht ihr der glühenden Hitze auf freiem Feld, nur noch wenige Touristen sind vor Ort und ihr könnt bei tiefstehender, untergehender Sonne schönere Fotos schießen. Auf keinen Fall dürft ihr die nahegelegenen Felsengräber Naqsche-e-Rostam verpassen!

Die Felsengräber Naqsch-e Rostam in der Nähe von Shiraz.

Die Nasir Al Mulk in Shiraz ist eine der schönsten Moscheen des Iran. Die bunten Glasfenster sind einmalig schön.
Die Nasir Al Mulk in Shiraz ist eine der schönsten Moscheen des Iran.
Ein islamischer Schrein Schah Tscheragh in Schiraz
Frauen dürfen in den Schrein nur mit einer Chador.

 

Unterkunftstipp:

Das Niayesh Boutique Hotel ist jedermanns Top Tipp. Hier ist Vorabbuchen empfehlenswert. Aber meiner Meinung nach, lohnt es sich. Ein luftiger, wunderschöner Innenhof mit einem guten Restaurant. Der Schlafsaal hat Schließfächer und ist angenehm kühl, da er im Keller ist, im Iran ist das ausnahmsweise ein Plus. Die anderen Zimmer haben bunte Glasfenster zum Innenhof, somit schimmert eurer Zimmer in bunten Farben. Auch die Dachterrasse mit einem kleinen Café ist empfehlenswert.

Allgemeine Tipps zur Route

Zwei Wochen sind ausreichend Zeit für die Highlights, wenn ihr alles möglichst stressfrei schaffen wollt, lohnt es sich ein paar Euro mehr in VIP Busse zu investieren, diese sind komfortabler als die ohnehin schon top ausgestatteten Busse des Irans. Hier sind nur drei Sitze nebeneinander statt vier und ihr könnt die Rückenlehne fast gänzlich zurückklappen. Auch Taxis zu den weiter entfernten Sehenswürdigkeiten können euch Stress und Zeit sparen.

Shiraz, das Ende der Route, ist etwas weit von Teheran, eurem voraussichtlichen Rückflugort entfernt. Um Zeit zu sparen, könnt ihr von Shiraz nach Teheran fliegen. Inlandsflüge im Iran sind allgemein sehr, sehr günstig. Ein Inlandsflug sollte nur ca. 30 Dollar kosten. Ein wirklich guter Deal bei straffem Zeitplan!

Weitere Tipps zu Unterkünften findet ihr in einer exzellenten Zusammenstellung guter Hotels und Hostels im Iran auf Stefis Blog “aworldkaleidoscope”. Außerdem erfahrt ihr dort, wie ihr am besten Unterkünfte im Voraus bucht. Zwar ist es immer möglich eine Unterkunft spontan zu suchen, aber das kostet natürlich mehr Zeit als wenn ihr schon wisst wohin ihr wollt.

Erweiterungen

Die Route für den Iran ist natürlich beliebig erweiterbar und abänderbar, im Folgenden noch ein paar Vorschläge für weitere Ziele.

1. Möglichkeit

Mit einer Woche mehr, könnt ihr von Teheran über Qazvin und Zandschan nach Täbris reisen. Qazvin und Zandschan haben beide eine nette Altstadt mit vielen Moscheen und einem Basar. Weitaus einzigartiger und interessanter sind aber die Ziele in der Umgebung. Von Quazvin könnt ihr in einem Tagesausflug oder mit Übernachtung zu einer alten Assassinenfestung fahren oder wie ich zu einem epischen Abenteuer per Anhalter aufbrechen. Die Landschaft ist wunderschön und die Festung steckt voller Magie, Mystik und Atmosphäre.

Das Alamut-Tal ist eine ideale Ergänzung auf eurer Reiseroute durch den Iran.
Die wunderschöne Landschaft im Alamut-Tal in der Nähe von Qazvin.
Das Alamut-Tal ist eine ideale Ergänzung auf eurer Reiseroute durch den Iran.
Die Assassinenfestung im Alamut-Tal bei Gazor Khan.

Von Zanjan aus, könnt ihr eines meiner Lieblingsziele im Iran erreichen, den Takht-e-Soleymann. Ein uralter, zoroastrischer Feuertempel mit einem strahlend blauen Kratersee in der Mitte. Nur ein kurzes Stück entfernt, liegt ein weiterer, heute ausgetrockneter Kratersee, der sich wie ein ausgehöhlter Kegel gegen den Himmel reckt.

Die Landschaft um den Takht-e-Soleymann. Die Top Ten im Iran.
Der Takht-e-Soleymann aus der Ferne.

Täbris ist berühmt durch den riesigen überdachten Basar, der als Weltkulturerbe gilt und wirklich empfehlenswert ist. Von Täbris aus, könnt ihr auch einen Ausflug zu dem Dörfchen Kandovan unternehmen, mit seinen in Tuffstein gehauenen Häusern.

Täbris ist mit seinem Basar eine ideale Ergänzung zu eurer Route durch den Iran.
Der Unesco gekrönte Basar in Täbris im Iran
Das bizarre Dorf Kandovan im Iran.
Kandovan in der Nähe von Täbris.

2. Möglichkeit

Von Teheran ist es möglich, über Rasht nach Massuleh reisen, wenn ihr etwas Abwechslung zur kargen Wüstenlandschaft der Hauptroute wollt. Massuleh ist ein wunderschönes kleines Dorf in mitten grüner Berge. Die Besonderheit liegt darin, dass das Flachdach des jeweiligen unteren Hauses, den Vorplatz und Zugang des nächsten Hauses bildet. Bei iranischen Touristen ist dieser Ort sehr beliebt, aber westliche Touristen findet man hier kaum. Von Rasht könnt ihr auch eine toll gelegene, alte Festung besuchen, das Kale Rudkhan.

Massuleh im Norden des Iran aus der Ferne.Das idyllische Dorf Massuleh ist UNESCO Weltkulturerbe.Massuleh mit seiner Moschee

3. Möglichkeit

Eine dritte Möglichkeit ist es, die Route Richtung Süden zu erweitern. Hier habe ich selbst keine Erfahrungen gemacht, aber es gibt viele lohnenswerte Ziele, wie die Inseln im persischen Golf, Qeshm, Hormuz etc. Auch Minab mit einem sehr farbenfrohen exotischen Markt klingt verlockend. Richtung Südwesten liegen Schusch, Schuschtar und Ahwas. In der Nähe von Ahwas steht eine uralte mesopotamische Pyramide, genannt Choka Zanbil, weit älter als die Pyramiden in Ägypten. Schuschtar besitzt eine riesige, hydraulische Bewässerungsanlage, die als UNESCO Weltkulturerbe gilt und Schusch glänzt durch besonders irakisch angehauchte Architektur mit einem sehr bizarren Schrein des Propheten Daniel.

 

Wenn ihr jetzt noch Fragen habt oder Hilfe bei der Planung benötigt, zögert nicht, mich zu fragen! Wart ihr vielleicht schon im Iran? Teilt eure Erfahrungen und Tipps mit mir und anderen Lesern in den Kommentaren.


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Die perfekte Reiseroute durch den Iran für zwei Wochen!

Kommentare

    1. Autor
      des Beitrages
      wasgesternwar

      Danke für deine Anregung sicher eine gute Alternative.
      Meine Beweggründe:
      Erstens, soweit ich weiß, gibt es keine Direktflüge nach Esfahan. Zweitens wollen wohl die meisten Leute Teheran sehen, auch wenn es nicht so schön ist wie Esfahan oder Yazd. Ich z. B. möchte immer gerne die Hauptstadt eines Landes sehen, einfach um sie zu sehen. Drittens müsste man dann nach Kashan und dieselbe Strecke wieder zurück. Und mit einem Zwischenstopp in Kashan ist die Strecke Teheran-Esfahan nicht so lang.
      Ich halte die Lösung mit einem Inlandsflug am Ende der Route für die beste Variante, aber das kann ja jeder selbst entscheiden, es sind nur Anregungen.

      Viele Grüße
      Oliver von wasgesternwar

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