Die schönste Seite Sloweniens

Meine Zeit bei wasgesternwar war leider vorerst nur von kurzer Dauer, denn schon heute hieß es, zurück nach Deutschland. Mein Praktikum war kurz, dennoch unglaublich erlebnisreich. Von Izola war es ein weiter Weg bis zurück ins Allgäu, insbesondere auf der von mir geplanten Route. Doch unterwegs gab es noch einmal richtig viel zu bestaunen. Durch die Berge, über mehrere Passstraßen und das berühmte Soca-Tal ging es zurück nach Österreich. Landschaftlich war die Fahrt ein Highlight.

Früh morgens checkten wir aus unserem Hostel aus und genossen ein letztes Frühstück in einem kleinen Café. Zuerst einmal wollten wir eine große Strecke zurücklegen auf der Autobahn bis Ajdovščina. Von hier aus sollten wir für lange Zeit keine gut ausgebauten Straßen mehr sehen. Zunächst ging es auf schmalen, aber geteerten Landstraßen Richtung Lokve und Tolmin. Plötzlich hörte die Teerstraße einfach auf und wich einer Schotterpiste. Erst waren wir uns nicht sicher, ob dieser „Pfad“ uns an ein Ziel führte, aber die kleinen, nummerierten Schilder links und rechts der Straße sagten uns, dass wir richtig waren. Weitere Highlights bot die Fahrt in Form von Tunneln, die einfach durch den Fels geschlagenen waren und zahlreiche kleine Dörfchen mit wunderschönen, alten Bauernhäusern und Kirchen. Leider blieb einfach nicht genug Zeit, um jedes Mal stehen zu bleiben und Bilder zu machen.

Schotterstraße

Von Tolmin aus folgten wir dem Soca-Fluss. Dieses Tal spielte im ersten Weltkrieg eine wichtige Rolle und so staunten wir nicht schlecht, als wir völlig unerwartet ein Kriegerdenkmal mit deutscher Aufschrift erblickten.

Denkmal

Im Soca-Tal boten sich herrliche Blicke auf die Slowenischen Alpen und meine Chefs und ich wollten immer wieder stoppen, um die fantastische Aussicht zu genießen und Fotos zu schießen. Wir waren von wunderschönen, felsigen Gipfeln umgeben. Im Gegensatz zu den großen Nachbarn in Österreich, Deutschland und Italien, sind vermutlich die Slowenischen Alpen die besterhaltenen und  bodenständigsten Wanderziele. Mir schien es, als würden sich die touristische Infrastruktur mit der Unberührtheit in der Waage halten. Insbesondere um den Vrsic-Pass gab es einige schöne Hütten und markierte Wanderwege, trotzdem schien es hier nicht zu überlaufen zu sein. Auf unzahligen Haarnadelkurven ging es steil bergauf. Wieso sich Radfahrer diese Tortur antuen war mir ein Rätesel, doch von der Rückbang des Autos war es ein schöner Ausblick, wenngleich mir etwas über wurde von den unendlich erscheinenden Kurven

IchStatue

Oben am Pass machten wir eine kleine Pause und genossen ein letztes Mal den einmaligen Blick auf die julianischen Alpen, bevor es in engen, steilen Kurven wieder nach unten ging. Ein letztes Mal mussten wir nun den Wurzenpass an der österreichischen Grenze erklimmen, um den teuren Karawankentunnel zu umgehen. Von nun an ging es ohne Umwege auf der Autobahn zurück nachhause.

Nun bleibt mir nichts anderes mehr übrig, als zu sagen: “Vielen Dank fürs Lesen!”

Hoffentlich hört ihr mal wieder von mir.

Euer Reiseblog-Praktikant

Glen

 

Glenrucksack

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