Ein etwas überlaufenes Paradies…

Luang Prabang. Dieses malerische Örtchen, an dem sich zwei Flüsse treffen, der Mekong und der Nam Ou, zog uns so in seinen Bann, dass wir beschlossen es noch zwei Tage zu erkunden.

Am Ersten mieteten wir uns einen Roller, da wir möglichst früh am Wasserfall sein wollten. Dieser ist ein beliebtes Ausflugsziel und somit ab mittags übersät mit Touristen. Wir aber erreichten ihn auf eigene Faust früh genug, um den Bussen und Minivans zuvor zu kommen.

So erfreuten wir uns an diesem Naturschauspiel mit türkisen, über Jahrhunderte vom Wasser geschaffenen Pools und dem rießigen Wasserfall selbst.

WasserfallHdr

Von Fuße des Wasserfalls führte ein steiler Pfad nach oben. Dort konnte man fast direkt von der Kannte beobachten wie das Wasser in die Tiefe stürzt. Von dort zeigte uns ein Wegweiser die Richtung zu einer Höhle, von der wir gar nichts wussten. Trotzdem versuchten wir es und wurden belohnt. Am Eingang bekamen wir Taschenlampen, da sie ansonsten nicht beleuchtet war. Beschützt wurde der Eingang der Höhle von 2 Schlangen. Im Inneren war sie deutich tiefer als erwartet und erst nach ein paar Gehminuten erreichten wir einige goldene Buddhastatuen und erst eine Minute später auch das Ende der Höhle.

Als wir dann die 3km zurück zu den Wasserfällen liefen, konnten wir nur staunen. Alles war übersät mit Tourbusgruppen und Tagesausflüglern. Ein Glück, dass wir am Morgen mit nur ein paar anderen Touristen die Wasserfälle bewundern konnten. Wie schon in dem Post zuvor, kann ich nur sagen, es sind einfach etwas zu viele Leute in Luang Prabang. Zwar ist es hier verständlicher als in Vientiane, hat die Hauptstadt doch eigentlich nicht viel zu bieten. Alles in allem haben wir uns aber sehr wohl gefühlt, mit all den Tempeln und der schönen Natur.

So auch abends, als wir auf den Nachtmarkt gingen. Viele Händler verkauften angeblich handgemachte Souvenirs aus den umliegenden Dörfern, wie z.B.: Besteck aus nicht explodierter Munition, sowie Kleidung, Lampen, Tee und Postkarten. Des Weiteren gab es eine Seitenstraße nur mit Essensständen. Mehrere boten eine Art Büffet an. Einen vollen Teller für nur 1,50€.

Unser dritter und letzter Tag in Luang Prabang startete früh. Sehr früh. Um 5 Uhr genauer gesagt. Wir wollten den morgendlichen Bettelgang der Möche beobachten. Dabei laufen sehr viele Mönche die Straßen entlang, an ihrer Route warten traditionell die Gläubigen mit Reis und anderen Leckereien. Jedoch sahen wir fast nur Touristen, die sich leider völlig falsch verhielten. Obwohl es an vielen Tempeln Schilder gab, man solle den Mönchen nicht zu nahe kommen, und sie erst recht nicht mit dem Blitz der Kamera förmlich erschlagen, wenn man nur zuschauen möchte, taten dies viele.

Nachdem wir uns nochmal für 2 Stunden aufs Ohr gehauen hatten, brachen wir zu einer zweiten Runde Tempelbesichtigungen auf. Erstaunlicherweise wird es noch nicht langweilig und jeder ist immer wieder einzigartig auf seine Weise.

Außerdem konnte man über eine Bambusbrücke, die jedes Jahr aufgrund der Flut neu errichtet wird, den Fluss überqueren. Auf dieser Seite sprach uns ein Novize in einem Tempel an. Er sprach sehr gutes Englisch und wir waren erstaunt, dass er schon mit drei Monaten in das Kloster kam.

 

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