Ultimative Tipps für einen Mietwagen in Marokko

Marokko ist ein wirklich schönes Reiseland. Nach Marokko bin ich mit der Erwartung gefahren, große Altstädte mit gigantischen Moscheen zu besichtigen. Jedoch, fast noch mehr fasziniert hat mich die wunderschöne Natur, die kleinen Dörfer und die vielen Lehmburgen, die man überall findet. Und obwohl Marokko über ein gutes Busnetz und ein sehr, sehr komfortables Zugnetz verfügt, werdet ihr nicht um einen Mietwagen herumkommen, wenn ihr die eindrucksvolle Natur sehen wollt und euch auch abseits der ausgetreten Pfade bewegen wollt. Im Folgenden erfahrt ihr alles, was ihr dazu wissen müsst.

dorffarben
Solch schöne Ausblicke und vorallem die Möglichkeit anzuhalten und sie zu genießen habt ihr nur mit einem Mietwagen

Was kostet ein Mietwagen in Marokko?

Zunächst einmal, bin ich selbst immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder per Anhalter unterwegs, weil es einerseits günstiger ist und man andererseits mit Einheimischen in Kontakt kommt. Doch in Marokko lohnt sich der Mietwagen, weil ihr einfach viel mehr zu sehen bekommt an einem Tag. So könnt ihr leicht drei oder vier verschiedene Sehenswürdigkeiten abklappern und dabei auch noch Strecke machen. Pro Tag sollte es möglich sein, einen Kleinwagen für 25 -35 Euro zu finden. Wenn ihr aber unter 25 Jahren seid und eine One-way Miete bevorzugt, müsst ihr euch auf zusätzliche Gebühren einstellen. Der Liter Benzin kostet so um 1,10 Euro  und der Diesel 0,80 Euro. Beachtet, dass ihr eine Kreditkarte benötigt, um einen Mietwagen zu buchen! Und noch wichtiger, es wird ein gewisser Betrag als Kaution auf der Karte geblockt, d.h. darauf könnt ihr in dieser Zeit nicht zugreifen.

Online buchen oder vor Ort?

Wenn ihr nur wenig Zeit habt und euch eventuellen Stress ersparen wollt, würde ich euch empfehlen, den Wagen online zu buchen. Das könnt ihr entweder komfortabel von zuhause aus machen oder wenn ihr wollt auch von unterwegs. So habt ihr noch etwas Spielraum. Falls ihr länger in Marokko seid und glaubt, gut handeln zu können, dann könnt ihr euer Glück bei einem der lokalen Anbieter versuchen. Im Internet gibt es dutzende Seiten, um einen Mietwagen zu buchen. Mein Tipp: Lasst euch nicht stressen! Vergleicht auf drei oder vier renommierten Seiten und wenn ihr mit dem Preis zufrieden seid, bucht den Wagen einfach. Ihr verschwendet mehr Zeit, wenn ihr hunderte Anbieter abklappert, als es euch Geld spart.

Ein paar der gängigen Seiten:

Das wichtigste: Welche Buchungsoptionen?

Ähnlich wie bei Flügen, will man euch einiges andrehen. Unterbodenversicherung, Glasversicherung etc. Aber was ist wirklich nötig? Auf jeden Fall, solltet ihr einen Wagen mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung wählen! Dann seid ihr im Schadensfall optimal abgesichert. Alles andere ist eher unnötig. Die Zusatzversicherungen für Reifen etc. halte ich für unnötig solange ihr verantwortungsvoll mit dem Auto umgeht und mit einem normalen PKW keine großen Erkundungsfahrten abseits der Straßen unternehmt.

Noch zu beachten ist die Tankregelung. Meist heißt es voll/voll. Das heißt der Tank ist am Anfang voll und muss es auch wieder sein, wenn ihr den Wagen abgebt. Sollte der Tank nicht voll sein, kann es mit dem Angestellten der Mietwagenfirma abgeklärt werden, dann bringt ihr das Auto auch nur so voll zurück wie es anfangs war.

Bei der Abholung vor Ort:

Vor Ort müsst ihr nur ein paar Formulare ausfüllen was ohne Probleme und ziemlich schnell gehen sollte. Den Großteil des Preises zahlt ihr schon im Voraus über das Internet. Ein paar zusätzliche Gebühren müsst ihr noch vor Ort zahlen, aber keine Angst, all diese Gebühren bekommt ihr schon vor der Buchung mitgeteilt und ihr müsst nichts zahlen, was euch nicht vorher gesagt wurde. Wenn ihr dann endlich euren Mietwagen in Empfang nehmt, geht mit dem Angestellten alles genau durch, lasst ihn jeden noch so kleinen Kratzer oder Makel dokumentieren, auch wenn es euch kleinlich vorkommt, kann es euch am Ende viel Ärger ersparen. Und wichtig: macht auch selbst nochmal von allen Stellen Fotos.

wp-1481110501578.jpg
Unser riesiges “Schiff” für eine Woche.

Jetzt kann es los gehen!

Zuallererst: keine Angst vor dem Verkehr! Es mag alles etwas chaotisch wirken, aber fahrt einfach defensiv. Immer mit dem Strom fahren und lieber einmal zu viel in den Spiegel schauen. Aber merkt euch, auch eine zu deutsche Fahrweise gewinnt euch keinen Blumentopf. Mag zwar blöd klingen, aber in einem Land, in dem sich kaum jemand an Verkehrsregeln hält, macht ihr es euch manchmal selbst schwerer als nötig.

In Marokko darf man innerorts 60 km/h und außer Orts 100 km/h fahren, falls nicht anders gekennzeichnet. Aber Vorsicht! Es wird wirklich oft geblitzt und insbesondere am Ende einer Ortschaft solltet ihr nicht zu früh Gas geben, da hier am häufigsten die Polizei den Verkehr überwacht. Auch wird es sehr häufig passieren, dass sich an einem Ortsende eine Polizei- oder Militärkontrolle positioniert hat. Dann heißt es ganz langsam fahren und warten, ob man euch durchwinkt oder nicht. Wenn man euch nicht durchwinkt einfach rechts ranfahren. Die Beamten sind sehr nett zu Touristen. 😉

serpentinen1

Manchmal sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen etwas verwirrend und ein Tempo 30 wird oft über 50 km hinweg nicht aufgehoben. Dann fahrt einfach so wie alle anderen, ohne zu rasen!

Eine Navi-App erleichtert euch das Leben und ist umsonst!

Zur Orientierung kann ich euch die App MAPS.ME empfehlen. Ihr müsst euch einfach über Wlan die Karten vorher runterladen (für ganz Marokko sind es insgesamt nur vier) und dann könnt ihr alles ohne Internet nutzen. Einfach das GPS am Handy anschalten und ihr könnt das Smartphone als Navi benutzen. Ihr könnt Ziele eingeben, Routen erstelllen uvm. Außerdem sind in den Karten wirklich viele Hotels, Läden und Sehenswürdigkeiten schon eingezeichnet. Sehr hilfreich! Und nicht nur zum Autofahren ist diese App hilfreich, auch bei der Navigation in den labyrinthartigen Medinas bewirkt sie Wunder.

Also viel Spaß mit eurem Mietwagen! Solltet ihr noch Routenvorschläge brauchen, schaut mal hier vorbei:

Kommentare

  1. Pingback: Was kostet Backpacking in Marokko? | wasgesternwar

Teile deine Gedanken...