Welcome to the Jungle!

Von Luang Prabang sollte es nun weiter in den Norden gehen. Wir erhofften uns wundervolle Landschaften und etwas weniger Touristen. Nong Khiaw bildete einen wunderbaren Ausgangspunkt dafür. Die Fahrt von Luang Prabang dauerte nur drei Stunden, hatte es aber in sich. Bei jedem  der unzähligen Schlaglöcher federten wir bis zur Decke des Minivans. In Nong Khiaw fanden wir einen schönen, wenn auch sehr simplen Bungalow mit direktem Flussblick. Allerdings regnete es genau während der viertel Stunde wie aus Eimern, in der wir eine Unterkunft suchten. Durchnässt und mit schlammigen, roten Schuhen bezogen wir die Unterkunft.

Trocken gelegt machten wir uns auf die Suche nach einer 2-tägigen Wandertour mit Homestay in einem der abgelegenen Bergdörfer. Leider hatten wir nach dieser Suche keine Zeit mehr die Umgebung zu erkunden, dafür fanden wir eine super Tour. Genau was wir uns vorgestellt hatten: eine ausgedehnte Wanderung durch den Dschungel, dann eine Übernachtung in einem traditionellen, abgelegenen Dorf. Am nächsten Tag einen Abstecher zu einem Wasserfall, zu ein, zwei weiteren Dörfern und zurück mit dem Boot.

Immerhin schafften wir es noch den Sonnenuntergang von einem Tempel aus zu beobachten. Abends gingen wir in einem indischen Restaurant essen.

 

Am nächsten Tag brachen wir zu unserem Trek auf. Überraschend schloss sich ein Schwede unserer Wanderung an, wodurch es etwas günstiger und geselliger wurde. Auch unser Guide war von Anfang an super sympathisch und kundig über den Dschungel und all die darin lebenden Pflanzen und Tiere. Wir starteten mit einem Minivan, ein Stück ab von Nong Khiaw, in einem kleinen Dorf. Dort sahen wir die laotische Post, eine Art verlängerter Rasenmähtraktor, auf dessen Ladefläche eine Gruppe von Kindern mit den Briefen  spielte und um sich schmiss.

Wir liefen bergauf im Dschungel, nach ca. 2 Stunden erreichten wir eine kleine Farm mitten im Wald. Anschließend ging es weiter steil nach oben, wo wir mitten im tropischen Wald unser Mittagessen zu uns nahmen. Klebrigen Reis, den man mit der Hand zu kugeln formt, eine Art Tomatensauce, gekochtes Gemüse und Omelette. Nach einem weiteren anstrengenden Trek durch den Dschungel, ging es nun in der prallen Mittagssonne  auf einer staubigen Schotterpiste bis in das Dorf, in dem wir übernachteten. Zunächst bezogen wir unsere Unterkunft, die wie zu erwarten sehr simpel war. Eine Häuschen, mit aus Bambus geflochtenen Wänden. Dusche und Toilette befanden sich draußen im Gehege der Hühner. Nicht mehr als ein Schuppen mit einer typisch asiatischen Hocktoilette, die mit Wasser gespült wird, welches man aus einem großen Bottich schöpft. Jener diente auch dazu sich zu waschen.

Nun beschlossen wir uns, das Dorf genauer zu erkunden. Es leben  zwei ethnische Minderheiten dort, die Hmong und die Khmou. Sie leben zwar komplett separat in zwei Hälften, aber trotzdem in einem gemeinsamen Dorf. Wir sahen die Leute bei ihrem alltäglichen leben, wie sie Bambus schnitten, klebrigen Reis herstellten, und ihre Ernte trockneten. Zufällig trafen wir drei andere Reisende, welche auch in diesem Dorf übernachteten. Sie kamen aus Australien, Kanada und den USA. Mit ihnen schlenderten wir erneut umher bis es dann Abendessen gab, welches aus extra geschlachteter Ente, Kürbissuppe und erneut Klebreis bestand. Nach unserem leckeren Mahl, erlernten wir mit den anderen drei Gästen im Dorf ein typisch südostasiatisches Kartenspiel.

Am zweiten Tag besuchten wir die Schule des Dorfes, um den Kindern etwas Englisch beizubringen. Dies war eine sehr schöne Erfahrung und sowohl wir als auch die Kinder hatten Spaß daran. Danach brachen wir zum Wasserfall auf, an dem wir badeten und unser Mittagessen hatten. Zurück nach Nong Khiaw fuhren wir mit dem Boot.

Von dort wollten wir den Lokalbus übernacht nach Sam Neua nehmen. Er sollte ca. um sieben Uhr durch das Dorf fahren, jedoch verspätete er sich und kam um halb zehn an. Lao-Lao time.

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