Wenn Frankreich in Asien wäre…

…würde es vermutlich so aussehen.

In Savannaketh stoppten wir einen Tag auf dem Weg zur kambodschanischen Grenze. Hier hatten wir die Möglichkeit zwischen ehemals französischen Kolonialbauten zu wandeln. Im Zentrum des historischen Kerns gab es einen Boulevard gesäumt mit kleinen Cafés und am Ende stand eine sehr schöne christliche Kirche. So fühlte man sich wirklich wie in einem netten, kleinen Viertel von Paris. Es gab in den umliegenden Straßen zahlreiche bröckelnde Villen. Zum Teil waren sie schon sehr heruntergekommen, was einerseits den Charme ausmachte, andererseits auch zu erkennen gab, dass man sich in Asien und nicht in Frankreich befand. Typischerweise lag in den Gassen und auch direkt am Fluss der Müll und auch um die wunderschönen historischen Häuser kümmerte sich niemand.

FischMekong

Jedoch war die Hitze unerträglich und wir flüchteten zunächst auf den Markt, wo ich mir einen Hut als Schutz gegen die aggressive Sonne kaufte. Als es über die Mittagszeit so unaushaltbar wurde blieben wir etwas in unserem Zimmer, um abends neben einem ausgedehnten Spaziergang, eine laotische Spezialität zu testen. Lao-Barbecue. Hierbei bekommt man eine Art Feuerschale mit glühend heißen Kohlen auf den Tisch gestellt, darauf eine Metalwanne mit Grillfläche. In den Rand gießt man Suppenbrühe, die Fläche in der Mitte ist nicht bedeckt, sodass man hier sein Fleisch braten kann. Das Lokal direkt am Fluss war mit zahlreichen Einheimischen gefüllt, bei denen wir eine Art Vorgehensweise abzuschauen versuchten. Man bekam einen großen Korb voll Salat und Kräutern und Pilzen. Zwei Päckchen Nudeln und einen großen Teller mit verschiedensten Fleischsorten. Hühnchen, Schwein, Tintenfisch, vermutlich Rind und diversen anderen Sachen, bei denen wir uns bis heute nicht sicher sind, was wir eigentlich gegessen haben. Vielleicht auch besser so. Der Salat und die Kräuter kamen zusammen mit den Nudeln in die Brühe, das Fleisch in die Mitte und schon hatte man ein leckeres Mahl zum selber basteln.

Am nächsten morgen machten wir uns auf nach Pakse. Dort gibt es zwar wenig zu sehen, jedoch war es der ideale Ausgangspunkt für eine Rollertour im Bolaven-Plateau. Wir organisierten einen Roller für den nächsten Tag, packten nur das nötigste für die kommenden drei Tage in unsere Daypacks  und ließen unser großes Gepäck im Hotel zurück.

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